Über aktive Zuversicht und tätiges Miteinander - so war der Pilgertag 2023

Ökumenischer Pilgertag in Fischbachtal  |  Samstag, 22.07.2023

Auch der 16. Ökumenische Pilgertag war wieder der beste Pilgertag aller Zeiten! Freundliche Menschen, erbauliche Impulse, anregende Gespräche und natürlich die heilende Wirkung des Gehens waren die Geschenke dieses Tages.

"Weiter Gehen" – so lautete das Motto des mittlerweile 16. ökumenischen Pilgertages in Fischbachtal.
Bei der Vorbereitung des Pilgertages ist uns aufgefallen, wie sehr wir uns alle nach Ermutigung sehnen. Diese Zeit scheint nur noch aus Krisen zu bestehen: Klimakrise, Artensterben, Kriege, Inflation. Wir fragten uns, wie es uns gelingen kann, positive Impulse zu setzen und uns auf unsere Kraft zu besinnen? Und können wir beides: angemessen, empathisch und solidarisch auf Krisen reagieren, aber auch besinnen, entspannen, genießen? Wie kann uns dieser scheinbare Spagat auch am Pilgertag gelingen? Wie schaffen wir es, nicht zu verzagen? Wie schaffen wir es, den Blick auf die großen Ziele zu richten und zu halten? Wie schaffen wir es, weiter zu gehen?

Was in der Predigt zu Beginn schon anklang, wurde in den sehr verschiedenen Impulsen noch deutlicher: in der Gemeinschaft und mit optimistisch gesinnten Menschen kann uns eine positive Vorausschau und ein darauf hin gerichtetes Handeln gelingen. Gemeinsam können wir uns durch diese Zet tragen und Veränderungen zum Wohle Aller bewirken.

In seinem Impuls nannte Göster Gantner dies "Aktive Hoffnung". Er erläuterte: "Einige mögen diese Hoffnung in religiösen Überlieferungen oder der Naturschönheit finden. Andere schöpfen und erneuern ihre aktive Hoffnung in familiären oder freundschaftlichen Beziehungen. Wieder andere in politischen Bewegungen.
Die meisten der genannten Quellen aktiver Hoffnung haben etwas Gemeinschaftliches an sich: Religion, Familie oder Politik gehen nun einmal nicht alleine. Ein Weitergehen, das sich aus Gemeinschaft und einer damit verbundenen aktiven Zuversicht speist, braucht ein tätiges Miteinander. Weitergehen ist also bestenfalls ein Gemeinsamgehen. Ein gemeinsames Pläneschmieden und Umsetzen, vielleicht im Aufbau einer gemeinsamen Utopie für Fischbachtal und erste Schritte zur Realisierung? Warum erwähne ich das: Weitergehen, zumal ein gemeinsames, braucht gute Geschichten, aus denen Ziel und Zuversicht hervorgehen.
Und wenn gutes Weitergehen ein gemeinsames Gehen ist, dann muss halt auch das Tempo stimmen, um die Geh-genossinnen und Geh-genossen nicht zu verlieren. Angesichts der vor uns liegenden gesellschaftlichen Aufgaben, sollte es jedenfalls nicht allzu langsam ausfallen. Es wäre also schlimm, wenn es dem Tempo entsprechen würde, das der Flaneur vor langer Zeit praktizierte. Walter Benjamin wusste im Passagenwerk hierüber Folgendes zu berichten: „Um 1840 gehörte es vorübergehend zum guten Ton, Schildkröten in den Passagen spazieren zu führen. Der Flaneur ließ sich gern sein Tempo von ihnen vorschreiben.“ Vielleicht liegt ein gutes Tempo irgendwo zwischen Schildkrötengang und fremdbestimmter Raserei. Vielleicht können wir das ja mal herausfinden, wenn wir nun gemeinsam weiter gehen."

 

Dies war unsere Einladung:

Ökumenischer Pilgertag in Fischbachtal

Samstag, 22.07.2023 von 10:00 bis 17:30 Uhr  |  Start an der St.-Jost-Kapelle bei Niedernhausen

"Weiter Gehen" – so lautet das Motto  des mittlerweile 16. ökumenischen Pilgertages in Fischbachtal.
Bei der Vorbereitung des Pilgertages ist unserer kleinen Gruppe aufgefallen, wie sehr wir uns alle nach Ermutigung sehnen. Diese Zeit scheint nur noch aus Krisen zu bestehen: Klimakrise, Artensterben, Kriege, Inflation. Wie gelingt es uns, positive Impulse zu setzen und uns auf unsere Kraft zu besinnen? Können wir beides: angemessen, empathisch und solidarisch auf Krisen reagieren, aber auch besinnen, entspannen, genießen? Wie kann uns dieser scheinbare Spagat auch am Pilgertag gelingen? Wie schaffen wir es, nicht zu verzagen? Wie schaffen wir es, den Blick auf die großen Ziele zu richten und zu halten? Wie schaffen wir es, weiter zu gehen?

Der ökumenische Pilgerweg St. Jost führt rund um das Fischbachtal, das zu den schönsten Tälern im Odenwald zählt. Die abwechslungsreiche Strecke ist 17 km lang und bietet grandiose Ausblicke. Der erste Teil des Weges wird schweigend gegangen, dann gibt es an verschiedenen Stationen anregende Impulse. Gut für alle, die einen Tag in guter Gesellschaft und unter freiem Himmel verbringen möchten.

Der Pilgertag beginnt um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst an der Waldkappelle St. Jost und endet gegen 17.00 Uhr an der Kirche St. Johannes der Täufer in Niedernhausen.

Weiter Gehen – Mitgestalten

Der Pilgertag wird getragen von der Kommune Fischbachtal, der Initiative Fischbachtal kreativ, den evangelischen Kirchengemeinden Niedernhausen und Neunkirchen, dem katholischen Pastoralraum Otzberger Land und dem Dekanat Vorderer Odenwald. Er wird jedes Jahr von einer ökumenischen Gruppe von Pilgerfreundinnen und –freunden vorbereitet.

Aktuell wird gerade überdacht, wie es Weiter Gehen soll, z.B. Variationen im Streckenverlauf, Art der Impulse, gegebenenfalls Highlights. Auch die Homepage soll aktualisiert werden und ein neues Gesicht bekommen.
Wer Lust hat, dabei mitzudenken und zu gestalten ist herzlich willkommen. Nähere Infos bei Stephan Kühn, Gemeindeverwaltung Fischbachtal, s.kuehn@fischbachtal.de und Margit Binz, Pfarrerin für Ökumene, margit.binz@ekhn.de

 

Anreise und Versorgung:

Anreise mit dem Bus:
Die Buslinien MO2 von Reinheim oder Brandau fahren nach Niedernhausen.
Hier findest du deine Verbindung zum Pilgerweg in Richtung Kapelle: www.rmv.de/auskunft/...
Gegenüber der Sparkasse (Darmstädter Straße 21) ist ein hölzerner Pfeilwegweiser zur St.-Jost-Kapelle und der Weg ist ab dort mit dem Zeichen J1 gut markiert. Von hier geht man ca. 20 Minuten zu Fuß zur Kapelle.

Anreise mit dem PKW:
Die Zufahrt in den Wald zur Kapelle ist für Fahrzeuge gesperrt.
Bitte parken Sie bei Bedarf in Niedernhausen (nicht auf den Gehwegen) und kommen Sie zu Fuß zur Kapelle (ca. 20 Minuten Fußweg).

Bekleidung und Verpflegung:
Der Weg geht überwiegend auf befestigten Wald- und Feldwegen oder kleinen Pfaden. Festes Schuhwerk und bei Bedarf ein Regenschutz wird empfohlen.
Jeder bringt sein Essen und seine Getränke selbst mit. Mittags ist eine etwas längere Rast bei der Schneckenkapelle in Billings. Bei der Mittagspause in Billings können die Wasserflaschen aufgefüllt und Toiletten aufgestucht werden.

Mehr Informationen zum Pilgerweg St. Jost: https://st-jost.fischbachtal.de/

Wo ist die St.-Jost-Kapelle?

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