Jahresthema 2014: Wasser

Wasser macht Leben erst möglich - und Leben besteht
zu einem wesentlichen Teil aus Wasser.
Von den ungeheuren Wassermengen auf der Erde
sind für den Menschen allerdings nur deutlich weniger
als ein halbes Prozent nutzbar – zum Trinken, für die
Ernährung, für sanitäre und industrielle Zwecke.
Ein höchst kostbares Gut also, dem wir im Jahr 2014
unsere ganze Aufmerksamkeit widmen wollen.
Mach’ dir (d)ein Bild. 

Wasser

Mehr Sein als Schein:
Trinkwasser für Fischbachtal

Exkursion | Treffpunkt: Parkplatz Gagernstein | 05.07.2014 um 10:00 Uhr

Von der ersten Minute an wurde deutlich, wie wichtig ihnen das Fischbachtaler Wasser ist: Georg Allmann und Stephan Kühn bescherten uns eine eindrucksvolle Exkursion, ergänzt um eine Fülle interessanter Informationen.

Entspannt und gelassen nahmen sie uns auf dem Parkplatz Gagernstein in Empfang: Georg Allmann, Wassermeister und Leiter des Bauhofs der Gemeinde Fischbachtal, sowie Stephan Kühn als Zuständiger aus dem Rathaus, zugleich auch einer der Mitinitiatoren von Fischbachtal kreativ.

Schon gleich zu Anfang wurde den doch recht zahlreichen TeilnehmerInnen deutlich, dass hier zwei ausgewiesene Experten zu Werke gingen, die nicht nur über ein hervorragendes Know-how verfügen, sondern denen das Fischbachtaler Wasser offensichtlich auch ganz persönlich sehr am Herzen liegt.

Autonome Versorgung

Dreizehn Quellen und zwei Brunnen sind es, über welche die Gemeinde insgesamt verfügt, wobei von den Quellen derzeit nur vier genutzt werden. Generell ist das gewonnene Wasser von hoher Qualität, dennoch gibt es - abhängig von standortbedingten Einflüssen - relative Unterschiede in der Beschaffenheit des lokalen „blauen Goldes“.

Die Wasserversorgung der Gemeinde ist autonom; rund 110.000 Kubikmeter Trinkwasser werden pro Jahr verkauft. Macht statistisch 41 m³ pro Fisch­bachtalerIn und Jahr oder umgerechnet 112 Liter pro Kopf am Tag - ein Verbrauch, der leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt von etwa 125 m³ liegt.

Ständige Kontrollen

Der Aufwand, den die Gemeinde zur Sicherung der Wasserqualität betreibt, ist beträchtlich. Alle entsprechenden Einrichtungen im Gemeindegebiet werden täglich überwacht und inspiziert, bei Bedarf greifen Georg Allmann oder sein Stellvertreter in die komplexen Prozesse ein.

Sichergestellt wird damit nicht nur die einwandfreie Funktion aller Versorgungs­einrichtungen und der zugehörigen technischen Infrastruktur. Entscheidend ist auch die ständige Überwachung und ggf. Beeinflussung der Wasserqualität. Dazu gehört selbstredend auch der immer wachsame Blick auf die Landnutzung im Bereich der Wasserschutzgebiete. Denn hier müssen entsprechende Auflagen sowie Ge- und Verbote durch die örtlichen Landnutzer unbedingt eingehalten werden – nur so lässt sich eine einwandfreie Qualität des Rohwassers sicherzustellen.

Zusätzlich untersucht halbjährlich ein unabhängiges Labor mit umfangreichen Analysen die Qualität des Fischbachtaler Wassers. Überprüft werden dabei viele und unterschiedliche Parameter, die von der anspruchsvollen Trinkwasser­verordnung vorgegeben werden; alle Ergebnisse dieser Untersuchungen veröffentlicht die Gemeinde regelmäßig auf ihrer Homepage.

Drei Stationen

Nach Theorie und erstem Überblick noch auf dem Parkplatz macht sich die Gruppe auf den Weg. Erste Station ist der Hochbehälter im Wald über Steinau, der das besonders hochwertige Wasser aus der örtlichen Quelle sammelt. Der zweite Ort, den wir besichtigen, ist das Wasserwerk gleich am südlichen Ortsausgang von Niedernhausen. Hier fördern kräftige Pumpen das Wasser in zwei Brunnen aus 18 Metern Tiefe, pumpen es weiter hinauf zum Hochbehälter in Lichtenberg. Und hier oben in Lichtenberg, mit gleichzeitig beeindruckendem Blick in das schöne Fischbachtal, endet auch unsere heutige Exkursion.

Zum Schluss herrscht Einigkeit unter den TeilnehmerInnen: kaum jemand von uns hätte gedacht, wie aufwändig und anspruchsvoll es ist, dass ganze System ständig und reibungslos am Laufen zu halten. Und wie penibel die Qualität unseres Trinkwassers tagtäglich im Auge behalten werden muss. Da ist es gut zu wissen, wie ernst die Verantwortlichen ihre Aufgabe nehmen - und wie sehr ihnen ganz persönlich das wertvolle Fischbachtaler Wasser am Herzen liegt.

Unser Dank gilt deshalb Georg Allmann und Stephan Kühn sowie der Gemeinde Fischbachtal, die unseren Gästen diese hoch interessanten Einblicke in die lokale Wasserwirtschaft ermöglicht haben.

 

Die aktuellen Untersuchungsergebnisse für das Trinkwasser in Fischbachtal werden stets auf www.fischbachtal.de veröffentlicht:
http://www.fischbachtal.de/rathaus/verfahren/trinkwasser-id_43/?buchstabe=T

Hier ist unsere ursprüngliche Einladung:

Unser Trinkwasser in Fischbachtal

Exkursion | Treffpunkt: Parkplatz Gagernstein | Samstag, 05.07.2014 um 10:00 Uhr

Woher kommt unser Trinkwasser in Fischbachtal?
Was passiert damit, bevor es aus dem Wasserhahn kommt?
Kann ich es bedenkenlos trinken?
Warum schleppe ich dann immer noch das französische Wasser aus dem Getränkemarkt nach Hause?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen wir uns bei der Führung durch zwei Wasserversorgungsanlagen in Fischbachtal. Wir reden über Wasserschutzgebiete und Wasseranalysen, wir sehen die „Neue Quelle“ in Steinau und den dazugehörenden Hochbehälter und wir besichtigen den Brunnen II in Niedernhausen.

Eine Exkursion mit dem Wassermeister Georg Allmann und mit dem Sachbearbeiter in der Gemeindeverwaltung Stephan Kühn.
 

Bitte melden Sie sich vorher mit dem Anmeldeformular an!

Treffpunkt: am Samstag, 05.07.2014 um 10:00 Uhr auf dem Parkplatz Gagernstein am Ortsende von Steinau.
Kosten: 5 Euro (bitte passend mitbringen)
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

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